Für diese Volksinitiative werden zum zweiten Mal Unterschriften gesammelt. Leider konnten im ersten Versuch keine 100'000 Unterschriften gesammelt werden.

http://www.hilfe-vor-ort-im-asylwesen.ch/index.html

http://www.hilfe-vor-ort-im-asylwesen.ch/unterschriftenbogen-deutsch.html

Die Initiative bringt einen Kurswechsel im Asylwesen:

Sie fordert, dass Flüchtlingen vor Ort - also in der Nähe von Krisengebieten - geholfen wird, statt dass wir Milliarden für Migranten auszugeben, die in die Schweiz gereist sind. In Zusammenarbeit mit anderen Ländern und Organisationen wie dem Roten Kreuz sind weltweit Schutzgebiete zu errichten, in denen echten Flüchtlingen Schutz gewährt werden kann.

Hand auf’s Herz: Wer würde sein Geld für schweizerische Woh­nungsei­gentümer, Juristen, Übersetzer, Ärzte, Psychiater, Sozialarbeiter, Privatlehrer, "Job-Coaches", „Son­dersettings“ etc. ausgeben, wenn er ungleich effizienter direkt in der Nähe des Krisengebiets helfen könn­te? In der Schweiz in des Kosten- Nutzenverhältnis sehr, sehr schlecht. Vor Ort würde jeder eingesetzte Franken unendlich mehr Nutzen bringen. Es lässt sich moralisch nicht vertreten, bei Hungersnöten die Verhungernden in der dritten Weil im Stich zu lassen, gleich­zeitig aber jährlich zweistellige Milliarden-Summen für die Asylanten bei uns auszugeben.

Alles spricht dafür, dass die Asylzahlen mittelfristig wieder steigen werden; noch nie sind die Zahlen so explodiert wie 2022. Wir müssen vorausschauend handeln; so wie heute kann es nicht mehr weitergehen. Ein Luzerner CVP-Regierungsrat hat unter dem Titel "Wir brauchen eine neue Asylstrategie - jetzt" geschrieben: "Was auf uns zukommt, wird die Flüchtlingswelle von 2015 massiv übertreffen. Wenn wir uns nicht jetzt darauf vorbereiten, werden wir davon gnadenlos überrollt. Jeder 25-Jährige, der den Eintritt in den Arbeitsmarkt nicht schafft, verursacht bis zum AHV-Alter Sozialhilfekosten von rund einer Million Franken."

Alle Parteien müssten die vorliegende Initiative eigentlich befürworten: Die Linksparteien sind seit jeher für mehr Hilfe in aller Welt. Die CVP, FDP und SVP standen hinter der aarg. "Standesinitiative Hilfe vor Ort", die in den wesentlichen Punkten deckungsgleich war. Sie lautete

Der Kanton Aargau reichte beim Bund eine „Standesinitiative“ ein, für die eine klare Mehr­­­heit des Aargauer Parlaments (Grossrat) gestimmt hatte. Sie lautete: „Der Kanton Aar­gau fordert den Bund auf, durch eine Änderung der Asylpolitik dafür zu sorgen, dass die Schweiz den an Leib und Leben be­droh­ten Flüchtlingen möglichst nahe der Herkunftsländer hilft.“

Aus der Begründung der Standesinitiative: „Hilfe vor Ort leisten (möglichst nahe der Her­kunftsländer in ihrem Kulturkreis), damit die echten Flüchtlinge Hilfe bekom­men und eine Zuflucht finden. So wird Schleppern das Geschäft lahmgelegt und den wirklich Bedürfti­gen schnell und ohne gefährliche Reise geholfen! (…) Die Hilfe vor Ort lässt sich mit den Geldern finanzieren, die wir gegenüber heute für die Betreuung der Asylanten bei uns einsparen.“

Volksinitiative dringend notwendig
Leider wurde die Aargauer Standesinitiative vom Nationalrat in der Folge abgelehnt. Das heisst, dass Bundesbern nicht gewillt ist, die Asylpolitik entsprechend zu ändern. Deshalb ist die vorliegende Volksinitiative notwendig!


Finanzieller Aspekt: Jeder eingesetzte Franken bringt vor Ort unendlich viel mehr Hilfe und Menschlichkeit als in der teuren Schweiz. Einige Aspekte von vielen:
Integrations-Aspekt: Hilfe vor Ort bedeutet weniger Entwurzelung von Familie, Kultur und Religion.
Sicherheits-Aspekt: Lebensgefährliche Reisen werden verhindert und die Schlepper-Kriminalität wird unterbunden.
Sogar ökologischer Aspekt: Nachhaltige Hilfe vor Ort hilft sogar der Umwelt. Ein Mensch in der Schweiz verbraucht rund das 20-fache an CO2 als in Afrika.

"Idee Sawiris": Der bekannte Unternehmer Sawiris bietet ein Konzept für kostengünstige Flüchtlingsdörfer an, das viel effizienter ist als Hilfe in der Schweiz.



Verfassungstext:


Die Bundesverfassung[1] wird wie folgt geändert:
 
Art. 121b  Hilfe vor Ort im Asylbereich
1   Die Schweiz schafft in Zusammenarbeit mit anderen Ländern Schutzgebiete im Ausland, in denen Personen aus dem Asylbereich im oder möglichst nahe am Herkunftsland untergebracht, betreut und geschützt werden können. Der Bund leistet finanzielle Beiträge an Hilfsprojekte in diesen Schutzgebieten.
2   Personen aus dem Asylbereich können ihren Aufenthaltsort und ihr Zielland nicht selbstständig wählen. Sie erhalten Schutz in einem zugeteilten Land.
3   Personen, die in der Schweiz ein Asylgesuch stellen, werden:
a.  in erster Linie in ein sicheres Durchgangsland zurückgebracht, sofern entsprechende internationale Verträge wie Rückübernahmeabkommen bestehen;
b.  in zweiter Linie in ein Schutzgebiet gebracht; sie leben dort, bis ihre Identität geklärt ist und sie entweder in ihr Herkunftsland zurückkehren können oder von einem Drittstaat oder der Schweiz als Flüchtlinge anerkannt und aufgenommen werden;
c.  in dritter Linie in ein Bundesasylzentrum gebracht; bis ein rechtskräftiger Asylentscheid vorliegt, halten sie sich an Orten auf, wo ihr Aufenthalt jederzeit überprüft werden kann.
4   Gelder für das Asylwesen werden grundsätzlich im Ausland in Schutzgebieten oder anderswo für Hilfsprojekte eingesetzt, mit denen vor Ort viel mehr Menschen als in der Schweiz geholfen werden kann. In der Schweiz werden Personen aus dem Asylbereich ausschliesslich mit Sachleistungen unterstützt, bis sie für sich selbst aufkommen können.