A. Weshalb eine eigene "Liste 13 - Luzi Stamm"?

Im Januar 2019 hat die SVP mit einem Mehrheits-Entscheid beschlossen, mich nicht mehr auf die SVP-Liste für die Nationalratswahlen am 20. Oktober 2019 zu setzen. Dass mir damit die Wahl in den Nationalrat praktisch verunmöglicht wurde, war mir klar. Trotzdem kandidierte ich, weil ich meinen politischen Freunden - wie gegenüber der eigenen Partei von Anfang an ganz klar deklariert - versprochen hatte, dass ich weiter politisieren werde. Anstehend war insbesondere die "Volksinitiative Hilfe vor Ort im Asylbereich", mit welcher gefordert wird, dass die Asyl-Milliarden nicht mehr für Leute ausgegeben werden, die in die Schweiz reisen, sondern für solche, mit denen vor Ort (d.h. in der Nähe der Krisengebiete) geholfen werden kann, wo jeder eingesetzte Franken unendlich viel mehr Hilfe und Menschlichkeit bringt.

Eigentlich war geplant, meine eigene Nationalratsliste "Hilfe vor Ort in Asylbereich" zu nennen. Wir befürchteten dann aber, dass mit einem Misserfolg an der Urne der Name dieser Initiative unnötig beschädigt würde. Das galt es auf jeden Fall zu verhindern, denn die Initiative sollte parteiübergreifend einen breiten Rückhalt finden. Sie ist nämlich inhaltlich weitgehend deckungsgleich mit der Standesinitiative des Kantons Aargau, mit welcher vor kurzem eine klare Mehrheit des aargauischen Parlaments (Grossrat) in Bundesbern einen Kurswechsel der Asylpolitik verlangt wurde: Auch zahlreiche Mitglieder von FDP und CVP stimmten für diesen Kurswechsel.